1. In der Reprotechnik wird darunter eine Folie oder Glasplatte verstanden, auf der ein
Linien- oder Kreuzraster (Muster) vorhanden ist. Diese wird auf ein Halbtonbild gelegt und
bei der Aufnahme erscheint das Bild. Das Bild erscheint damit gerastert auf dem Film, d.h. in reine Schwarzweißpunkte aufgelöst. Die Feinheit bzw. Dichte der Rasterlinien bestimmen dabei die Auflösung des Bildes. Die Auflösung wiederum muss an die Möglichkeiten des Druckverfahrens angepasst
sein.
2. Im DTP-Bereich versteht man unter der Rasterung eines Bildes die Art, wie Halbtonwerte in Punkte oder Linien aufgelöst sind. Zum Charakteristikum gehören Rasterweite (in lpi oder L/cm) Rasterwinkel (in Grad) und die Rasterart (Punkte, Linien, Ellipsen, usw.
3. Unter einem Layout-Raster oder Gestaltungsraster versteht man Felder
(Bereiche) innerhalb der die Layoutelemente wie Textblöcke und Abbildungen liegen müssen. Die Einhaltung eines solchen Rasters schafft eine einheitliche Gestaltung in einem Dokument. Ein solches Raster besteht aus Spalten und einer Art Hilfslinien, an denen die Seitenelemente ausgerichtet werden. Damit erreicht man beispielsweise, dass Zellen und Bilder Register halten, auch über Spalten und Seiten
hinweg.
Gibt das optische Bild von Rasterelementen an. Ein Rastertonwert von 0 % ist eine Fläche ohne Rasterpunkte, ein solcher von 100% ist der
Vollton, d.h. bei Schwarzweiß-Rastern die Farbe Schwarz. Bei 50 % sollte das Rasterfeld zu 50 % mit Punkten (oder Linien) bedeckt sein.
Gibt an, wie fein ein Raster angelegt wird. Die Rasterweite wird in Linien pro Inch
(Ipi) oder pro Zentimeter (1, /cm) angegeben. Je größer dieser Wert ist, umso feiner können Details
von Rasterbildern sein bzw. desto weniger sichtbar werden die einzelnen Punkte von Rasterflächen. Der Zeitungsdruck verwendet etwa 65 bis 80 lpi (bzw. 2532 L/cm), guter
Werkdruck etwa
80 bis 130 lpi (entsprechend 3152 L/cm) und gute Bildwerke etwa
130 bis 150 lpi (bzw. entsprechend
52-60 L /cm). Eine hohe Rasterweite ist nur bei entsprechend hoher Auflösung des Ausgabegerätes möglich.
Gibt die Richtung der Linien oder Punktfolgen bei Ausgabe eines Rasters an. Wird einfarbig gedruckt, so fallen bei 45 ° die Linien am wenigsten auf. Wird ein Mehrfarbendruck erzeugt, müssen die Rasterwinkel für jede Farbe unterschiedlich gewählt werden, um Moiré Muster zu vermeiden bzw. zu minimieren.