Das Lackieren von Drucksachen kann grundsätzlich mit zwei Methoden durchgeführt
werden.
1. Beim Lackieren auf eigens konstruierten Lackiermaschinen wird der zu lackierende Bogen mittels eines Greifersystems zwischen einen Gegendruckzylinder und eine Lackauftragswalze geführt, wobei er von dieser den Lackauftrag erhält.
2. Beim Drucklackieren wird der Bogen oder die Papierbahn mit einer normalen oder einer etwas modifizierten Druckform in einem separaten oder aber kombinierten Druckvorgang
(In-Line-Lackierung) bedruckt und lackiert.
Sollen Drucke hochglanzkalandriert werden, so müssen sie vorher mit Speziallacken auf der Lackiermaschine lackiert werden. Nach dem Lackiervorgang erfolgt unmittelbar der
Heißkalandriergang. Bei ihm wird er lackierte Bogen mittels einer Gegenwalze gegen eine hochglanzpolierte, verchromte Stahlwalze gepresst wobei diese Walze eine Temperatur von ca. 120 Grad Celsius aufweist und einen starken Gegendruck erzeugt. Unter der Einwirkung von Hitze und Druck wird der aufgetragene Lack egalisiert, wodurch ein Hochglanz entsteht, der um so brillanter ist, je glatter der vorherige Lackauftrag war. Bei den Druckfarben für das Hochglanzkalandrieren ist es wichtig, dass sie bis 150 Grad Celsius hitzebestständig sind, damit sich die Pigmente nicht im Lack auflösen.
Die Folienkaschierung erfolgt auf Folienkaschiermaschinen, wobei zwischen Glanzfolienkaschierung und Mattfolienkaschierung unterschieden wird. Die zu kaschierende Folie wird von der Rolle zum Auftrag eines Kleblackes über ein Beschichtungswerk geführt. Anschließend durchläuft die Folie einen Trockenkanal, in dem die Lösungsmittel durch Warmluft verdunsten. Nach diesem Trocknungsvorgang wird die Folie einem Kalander zugeführt und unter Druck und Hitze auf die zu einer lückenlosen Bahn angeordneten Bogen aufkaschiert. Danach werden die Druckbogen entweder aufgerollt oder getrennt.